Juli 2015: Was in Griechenland funktioniert, ist nur das BARGELD!

Wer der Abschaffung des Bargeldes das Wort redet, sollte sich Griechenland genau anschauen. Das, was dort wirklich noch funktioniert, ist das Bargeld. Das Bankensystem steckt in großen Problemen, theoretisch sollte das bargeldlose Bezahlen noch immer funktionieren als gäbe es keine Krise. Genau das ist jedoch nicht der Fall. Die Banken und ihr bargeldloses System haben das Vertrauen der Bürger verloren. Was auf den Konten gebucht ist, kann per Federstrich umgewandelt oder reduziert werden, was unter der Matratze liegt, wird höchstens von Mäusen gefressen. Allerdings ist das bedruckte Baumwollpapier unter der Matratze trotz allem kein Geld für die Ewigkeit. Es wird als “gesetzliches” Zahlungsmittel bezeichnet, und diese Gesetze, die dem Geld Wert verleihen, können jederzeit geändert werden.

So ganz nebenbei: Griechenland hat in seiner langen Geschichte durchaus Maßstäbe für die Geldwirtschaft gesetzt. Die attische Drachme und der byzantinische Solidus waren die führenden Münzen ihrer Zeit, die in der ganzen damaligen Welt anerkannt gewesen waren. Die Drachme war eine Silbermünze, der Solidus eine Goldmünze. Dieses Geld bedurfte keiner Gesetze, um als Zahlungsmittel anerkannt zu werden, und Motten, Mäuse oder Ratten hatten keinerlei Appetit auf dieses viel zu harte Zeugs. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war für einen Deutschen Papier, das mit “Dollar”, “Franken” oder “Pound Sterling” bedruckt war, eine gute Wahl gewesen. In der zweiten Hälfte hat nur der Franken noch einigermaßen durchgehalten. Gold und Silber hingegen haben nicht nur 50 Jahre durchgehalten, sondern 5.000 Jahre. Euro unter der Matratze sind 2015 und vielleicht noch 2016 eine gute Entscheidung. Gold hingegen ist auch 2050 noch gut, und selbst im Jahr 2500 wird es keiner verschmähen.